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Nikotinvergiftung
Nikotin ist ein organischer Stoff, der hauptsächlich in der Tabakpflanze vorkommt und als starkes (Nerven)-Gift eingestuft wird. Seinen Namen erhielt es durch Jean Nicot.
Nikotin stimuliert den nikotinischen Acetylcholinrezeptor, der sich hauptsächlich in dem Nebennierenmark, dem Zentralennervensystem, den parasympathischen und sympathischen Ganglien und an den mototischen Endplatten befindet. In geringen Dosen bewirkt das Nikotin eine Vereinung der Blutgefäße durch einen Adrenalinausstoß und einem Aussenden der Neurotransmitter Dopamin und Serotonin, wobei die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung im Körper verringert wird. Eine Folge daraus kann Thrombose, Verstopfen der Adern oder auch ein Herzinfarkt sein.
Eine Nikotinvergiftung kann nicht auf einer Kumulation des Wirkstoffes zurückgeführt werden, da der Körper Nikotin schnell abbaut. Dadurch, dass sich das Gift nach dem Rauchen schnell im Körper abgebaut wird, kann man nach einer Zigarette alleine nicht sterben. Allerdings kann bei einem Kleinkind schon das Verschlucken einer einzigen Zigarette zum Tode führen. Bei Erwachsenen braucht es dagegen schon ungefähr fünfzig Milligramm, was in etwa fünfzig Zigaretten entspricht. Dann ist Nikotin allerdings auch giftiger als Arsen bzw. Zyanalki. Eine einzige Zigarette kann bei einem Erwachsenen maximal Unwohlsein auslösen.
Zusammengefasst kann man sagen, dass bei einer Nikotinvergiftung schwerwiegende Folgen auftreten können:
Pulsverlangsamung, Erbrechen, Herzschwäche, Delirien bis hin zum Koma; bei nicht so schwerwiegenden Fällen bleibt es oft auch beim Muskelzittern, Sehschwäche, Verdauungsstörungen sowie Herzklopfen.
Bei chronischen Nikotinvergiftungen können neurasthenische Erscheinungen, Herzbeschwerden (bis zur Angina pectoris), chronische Katarrhe der Luftwege, oder auch Zittern auftreten.