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Bausparverträge und Geldanlagen
Wer an Bausparverträge denkt, denkt häufig an die Finanzierung eines Eigenheims oder von Renovierungstätigkeiten. Doch Bausparverträge müssen nicht zwingend für die Renovierung eingesetzt werden, sie können auch als Alternative zu konventionellen Banksparplänen abgeschlossen werden. Der große Vorteil hierbei ist, dass neben den Zinssätzen der Bausparkassen, die bei durchschnittlich vier Prozent pro Jahr liegen, auch staatliche Förderung genutzt werden kann.
Doch Vorsicht: Ab 01.01.2009 tritt im Bereich der Bausparverträge eine gesetzliche Änderung in Kraft. Wurde dieWohnungsbauprämie bisher auch dann ausgezahlt, wenn das Guthaben nicht für den Wohnungsbau eingesetzt wurde, müssen Bausparer ab 2009 nachweisen, dass sie das Geld wohnwirtschaftlich verwendet haben. Wer also noch staatlich gefördert sein Geld anlegen möchte, sollte möglichst bis 31.12.2008 einen Vertrag abschließen, denn für ihn gilt noch die alte gesetzliche Regelung.
Die monatlichen Sparleistungen für den abgeschlossenen Bausparvertrag kann jeder Sparer selbst bestimmen. In der Regel werden seitens der Bausparkasse vier Promille der Bausparsumme vorgeben, um innerhalb von zehn Jahren die Zuteilung zu erreichen. Es sind aber auch höhere oder niedrigere Monatsraten möglich. Auch können die Vermögenswirksamen Leistungen in den Bausparvertrag fließen.
Die staatliche Förderung für Bausparverträge teilt sich in zwei Bereiche. Dies ist zum einen die Arbeitnehmersparzulage, die bei der Einzahlung von Vermögenswirksamen Leistungen sowie der Einhaltung von Einkommensgrenzen gezahlt wird. Sie beträgt derzeit 9%, und zwar auf Einzahlungen bis zu einer Höhe von 480 Euro pro Person. Zum anderen können Bausparer die Wohnungsbauprämie in Höhe von 8,8% für Beträge bis 512 Euro pro Jahr nutzen. Auch hier sind Einkommensgrenzen zu beachten. Wer beide Fördermöglichkeiten nutzt, kann die Rendite seines Bausparvertrages auf bis zu sechs Prozent erhöhen, wodurch er deutlich lukrativer als vergleichbare Sparpläne wird.
Bei der Wahl des Bausparvertrages sollten die Konditionen jedoch genau geprüft werden, denn nicht mehr alle Bausparkassen bieten entsprechende Spartarife an. Auch die Abschlussgebühr kann sich zwischen den Anbietern stark unterscheiden, sie kann von 0-2% der Bausparsumme reichen.